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Aktuelle Nachrichten
Ewiger Roggen: Forschende der MLU veröffentlichen Daten aus fast 150 Jahren Agrarforschung
09.09.2026 | Die gesamten Daten von Deutschlands ältestem Dauerfeldversuch hat die MLU jetzt vollständig digitalisiert und öffentlich zugänglich gemacht. Der Ewige Roggenbau läuft seit 1878 kontinuierlich auf einem Versuchsfeld in Halle. Bislang lagen die Aufzeichnungen nur in Hand- oder Maschinenschrift vor. Die Daten zu Ertrags- und Bodenwerten sowie die Wetterdaten können helfen, das Verständnis von Anbausystemen und die Prognosen über Ernteerträge in Zeiten des Klimawandels zu verbessern. Das MLU-Team nutzt sie, um einen digitalen Zwilling des Versuchsfelds zu entwickeln und Umweltwirkungen zu untersuchen.
Gemeinsame Erklärung der HRK und der LRK Sachsen-Anhalt zum Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
07.09.2026 | Das Ergebnis der gestrigen Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kommentieren die Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Landesrektorenkonferenz (LRK) Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Walter Rosenthal und Prof. Dr. Folker Roland, in einem gemeinsamen Statement.
Klimapläne in Großstädten: Stadtgrün hilft, wird aber kaum genutzt
26.08.2026 | Grünflächen könnten in Städten einen wichtigen Beitrag für den Umgang mit den Folgen des Klimawandels leisten, in Klimastrategien spielen sie aber nur eine geringe Rolle. Das zeigt eine Auswertung der Klimastrategien von 25 europäischen Großstädten von Forschenden der MLU und der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Das Team wertete rund 2.500 Einzelmaßnahmen aus. Nur 11,6 Prozent davon betrafen Grün- und Freiflächen. Die Städte setzen vor allem auf Maßnahmen zur Minderung klimaschädlicher Emissionen. Die Studie erschien im Journal „Progress in Disaster Science“.
Mehr Rechtssicherheit bei Sterbehilfe: Forschende legen neuen Gesetzentwurf vor
11.08.2026 | Obwohl die Beihilfe zum Suizid in Deutschland erlaubt ist, fehlen an vielen Stellen eindeutige und konsistente gesetzliche Regeln. Mit einem neuen Gesetzentwurf zur Sterbehilfe wollen Juristinnen und Juristen der MLU, der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Augsburg diese Lücke schließen. Der Entwurf berücksichtigt aktuelle Debatten und Entwicklungen zum Thema, bildet den derzeitigen Rechtsstand ab und soll so auch Orientierung für Betroffene und medizinisches Personal bieten.
Neues Team um Rektorin Claudia Becker gewählt
15.07.2026 | Der Senat der MLU hat in seiner heutigen Sitzung die Prorektorin und die Prorektoren für die neue Amtszeit ab 1. September 2026 gewählt. Als Prorektor bestätigt wurde Prof. Dr. Pablo Pirnay-Dummer, Professor für Pädagogische Psychologie. Er übernimmt das Prorektorat für Studium, Lehre und Internationalisierung. Neu ins Team kommen als Prorektorin für Forschung und Vielfalt in der Wissenschaftskultur Prof. Dr. Rebecca Waldecker, Professorin für Algebra, und als Prorektor für digitale Transformation und Transfer Prof. Dr. Stefan Sackmann, Professor für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Betriebliches Informationsmanagement. Alle wurden im ersten Wahlgang gewählt.
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg steht für
Demokratie, Vielfalt, Toleranz und Weltoffenheit
Die zahlreichen Krisen in der Welt, Krieg, Gewalt und vielfaches menschliches Leid sowie Herausforderungen wie der Klimawandel, Migration und wirtschaftliche Unsicherheiten erzeugen tiefe Verunsicherung. Dies führt zu gesellschaftlichen Debatten, die zum Teil demokratiefeindlich sind. Vor dem Hintergrund öffentlich gewordener rechtsextremistisch geprägter, antidemokratischer Bestrebungen bringt die MLU ihre tiefe Sorge um die Freiheit von Forschung und Lehre in der internationalen und vielfältigen Gemeinschaft ihrer Forschenden, Lehrenden und Lernenden zum Ausdruck. Im Bewusstsein ihrer eigenen Geschichte in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts wendet sich die MLU gegen Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus.
Wissenschaft lebt vom Austausch mit anderen. Die MLU ist als "weltoffene Hochschule" ein Ort der Begegnung, der kritischen Auseinandersetzung und des Lernens, weil sie Menschen mit verschiedenen kulturellen, ethnischen, religiösen und sozialen Hintergründen und Sichtweisen zusammenbringt. Ein respektvoller Umgang miteinander ist die Grundlage, um in offenen Diskussionen und sachlichen Debatten zu Lösungen zu kommen. Ein friedliches Miteinander setzt Offenheit, Bereitschaft zum Diskurs und globale Verständigung voraus. Diesen essenziellen Werten sind die Universität und ihre Mitglieder verpflichtet – in Studium, Lehre, Forschung ebenso wie im Arbeitsalltag.








